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12Jul/102

Mp3 nach Ogg convertieren unter Linux. Und am Ende wieder foobar2000

Neulich hatte ich das Verlangen, meine digitale Musiksammlung mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen und etwas auszumisten. Ich wollte nicht direkt die Musikdateien löschen sondern nur all die anderen Dateien, die dort noch so rumspuken und eigentlich nicht benötigt werden, wie z.B. Albumcover, Playlisten und Text/NFO-Dateien. Mit der Kommandozeile unter Linux und Befehlen wie

find . -type f -iname "*.mp3" | wc -l (gibt die Anzahl aller mp3-Dateien an)

war es leicht, ein paar Statistische Aussagen zu meiner Sammlung zu treffen. Letztlich musste ich feststellen, dass 95 % meiner Musikdateien im mp3-Format vorliegen und nur 1% im freien ogg-vorbis-Format. Damit war die Idee geboren, meine gesamte Musiksammlung in eben dieses freie Format umzuwandeln. Warum? 1. Weil ich es kann. 2. Weil ich es interessant finde, auf die suche nach (halb-)automatischen Möglichkeiten für diese Aufgabe zu gehen und 3. Weil Freie Formate Rocken.

Nun gibt es natürlich Programme, die solche Konvertierungen in einem Rutsch ausführen können. Dummer weise sind oft die Möglichkeiten der Einflussnahme etwas begrenzt. Vor allem die Bitrate bereitete mir Sorgen. Natürlich wird die Audio-Qualität bei so einem Vorgang nicht besser - im Gegenteil. Um dieses Problem möglichst gering zu halten, könnte man natürlich einfach alle Dateien mit 320 kbps oder mehr konvertieren. Nur stellt sich hier die Frage, ob sich das bei Dateien, die im Ausgangsformat lediglich 128 kbps besitzen, überhaupt lohnt. Der Unterschied bei der Dateigröße ist schließlich beträchtlich.

Ideal wäre also, wenn man festlegen kann, das z.B. Dateien mit einer Ausgangsbitrate von 128 kbps dann mit 192 kbps ins OGG-Format konvertiert werden. Dateien mit 192 Ausgangsbitrate werden nach 256 kbps gewandelt und Dateien mit höherer Bitrate (320 z.B.) bekommen eine noch höhere neue Bitrate.

Eine solche Abstufung erlauben die üblichen Programme leider nicht. Als Informatiker öffnet man bei solchen Gelegenheiten natürlich sofort die Entwicklungsumgebung und versucht etwas eigenes zu basteln. Ich habe mir in dem Zusammenhang zum ersten mal die Programmiersprache Python angeschaut. Nach einigem Rumprobieren bin ich dem Ziel sogar etwas näher gekommen - mein Script konnte alle Mp3s rekursiv einlesen und zumindest schonmal ins WAV-Format zwischenspeichern und die ID3-Tags aufheben. Die OGG-Konvertieren hätte hier nur noch angeschlossen werden müssen. Allerdings hat mich dann doch die Lust verlassen und ich habe mir vorgenommen, das ganze später weiter zubasteln.

Am Ende kam mir dann jedoch noch eine andere Idee: Foobar2000. Foobar ist nämlich nicht nur ein super Abspielprogramm sondern kann auch alle möglichen Formate in alle möglichen anderen Formate konvertieren. Und was hier wichtig ist: Ich kann natürlich auch meine gesamte Mp3-Sammlung auf einmal einlesen und dann nach der Bitrate Sortieren. Und schon kann ich selektiv konvertieren. Und direkt wurde mir wieder bewusst, wie sehr foobar2000 unter Linux fehlt.

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Kommentare (2) Trackbacks (0)
  1. mhh interessante Überlegung…
    ich bin bis jetzt mit den Convertern unter Linux super hingekommen… bin ehrlich gesagt allerdings noch nie auf die Idee gekommen, meine gesamte Musiksammlung zu konvertieren und da vieles davon von CD geripped ist, hab ich dort auch die qualität selber festgelegt, woduch bei mir das meiste gleich und bei mir das Problem mit den unterschiedlichen Bitraten eher selten anzutreffen ist.

    Aber dennoch coole überlegung… gibts unter Linux sowas wie ImageMagick – halt nur für audio-files??? das währ cool!!!

    Weil ich hab ähnliche Probleme mal mit Bildern gehabt, seither schreib ich mir bash-skripte, die mit IM meine Bilder entsprechend konvertieren…

  2. Es gibt solche All-Round-Progamme für die Console auch für Audio. Aber von Bash-scripting hab ich leider nich so viel ahnung. Hab lieber Python gelernt und es damit versucht. Bin auch recht weit gekommen aber aus mangel an Lust hab ich eben am Ende doch Foobar2000 eingesetzt.


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